Stroke Unit – Zertifizierte Schlaganfalleinheit
Schnelle Diagnostik. Engmaschige Überwachung. Konsequente Sekundärprävention.
Die zertifizierte Stroke Unit mit acht Betten ist auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akutem Schlaganfall und anderen neurovaskulären Erkrankungen spezialisiert.
Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Deshalb steht die rasche Einleitung der erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Mittelpunkt. Die Patientinnen und Patienten werden auf der Stroke Unit kontinuierlich neurologisch und kardiorespiratorisch überwacht.
Kontinuierliches Monitoring
Ein wesentlicher Bestandteil der Überwachung ist das Herzrhythmusmonitoring. Dadurch können auch intermittierende Herzrhythmusstörungen erkannt werden, die als Ursache eines Schlaganfalls in Betracht kommen.
Neurologische Veränderungen und mögliche Komplikationen können frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen unmittelbar eingeleitet werden.
Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße
Zur Beurteilung der Gefäßsituation werden die Halsschlagadern mittels Duplexsonographie untersucht.
Je nach klinischer Fragestellung wird die Untersuchung durch eine CT-Angiographie oder MR-Angiographie ergänzt. So können relevante Gefäßverengungen, Verschlüsse und andere vaskuläre Veränderungen beurteilt werden.

Chefarzt
Dr. med. Ahmad Jowaed
Facharzt für Neurologie
Risikofaktoren erkennen und optimieren
Neben der Akutversorgung ist die Vermeidung weiterer Schlaganfälle ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung.
Daher werden individuelle vaskuläre Risikofaktoren systematisch erfasst und – soweit möglich – bereits während des stationären Aufenthaltes optimiert. Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und weitere kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Frühzeitig zurück ins Leben
Bereits auf der Stroke Unit werden erste rehabilitative Maßnahmen eingeleitet. Mobilität, Schluckfunktion, Sprache, Kommunikation und Alltagsfähigkeiten werden frühzeitig berücksichtigt.
Wenn nach der Akutphase weiterhin ein hoher Unterstützungsbedarf besteht, kann die weitere Behandlung in der neurologischen Frührehabilitation Phase B fortgeführt werden.
So entsteht eine durchgängige Versorgungskette von der akuten Schlaganfallbehandlung bis zur Rehabilitation.
