Moderner Herzkathetermessplatz sichert die Herzmedizin im Westerwald
Das Evang. Klinikum Westerwald (EKW) hat am Standort Hachenburg seinen neuen Herzkathetermessplatz offiziell eingeweiht. Mit der hochmodernen Anlage baut das Klinikum seine kardiologische Kompetenz weiter aus und setzt ein starkes Zeichen für eine zukunftssichere, wohnortnahe Herzmedizin im Westerwald. Mehr als 60 geladene Gäste aus Politik, Gesundheitswesen, niedergelassener Ärzteschaft, Kooperationspartnern sowie Mitarbeitende des Klinikums nahmen an der Eröffnung teil. Mit der neuen technischen Ausstattung können notwendige Untersuchungen und Eingriffe schneller und präziser durchgeführt werden. Davon profitieren sowohl Notfallpatientinnen und -patienten als auch Menschen mit chronischen Herzerkrankungen.
Leistungsfähige und eng vernetzte Notfallversorgung für die Region
Auf die zunehmende Bedeutung der regionalen Vernetzung der Notfallversorgung wies EKW-Geschäftsführer Guido Wernert bereits in seiner Begrüßung hin: „Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt deutlich, wie wichtig eine leistungsfähige und eng vernetzte Notfall- und Gesundheitsversorgung in der Region ist. Besonders deutlich wird die Bedeutung unserer Versorgungsstruktur bei den Notfallzahlen: Über alle drei EKW-Standorte haben wir in 2025 gesamt rund 35.000 Notfälle versorgt. Die steigenden Notfallzahlen, Veränderungen in der Krankenhauslandschaft und die demografische Entwicklung machen eine enge Zusammenarbeit der medizinischen Akteure in der Region immer wichtiger. Allein in Hachenburg wurden zuletzt rund 1.430 Kathetereingriffe durchgeführt und seit Juli steht hier nun der neue Linksherzkathetermessplatz zur Verfügung. Damit erweitern wir unsere diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten erheblich. Daher ist diese Investition ein wichtiger Schritt zur Sicherung der regionalen Versorgung.“
Dr. med. Hazem Zakri, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kardiologie am EKW-Standort Hachenburg gab detailliere Einblicke in die neueste Medizintechnik: „Wir verfügen nun über modernste bildgebende und interventionelle Technik mit geringerer Strahlenbelastung, die eine besonders präzise Diagnostik und schonende, minimalinvasive Behandlung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ermöglicht. Das EKW hat als erstes Herzkatheterlabor in Deutschland die integrierte Form des intravaskulären Ultraschalls IHeart X erhalten. Damit können wir die Gefäße während eines Eingriffs noch genauer beurteilen und die Behandlung gezielt auf die jeweilige Situation abstimmen. Darüber hinaus findet bei uns auch das sogenannte Shockwave-Verfahren Anwendung, mit der können verkalkte Gefäßabschnitte mithilfe von Schallwellen vorbereitet werden, bevor ein Stent eingesetzt wird. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die neue Ausstattung vor allem kürzere Wege, schnellere Diagnosen und eine Versorgung nach aktuellsten medizinischen Standards.“ Der neue Herzkathetermessplatz ist nicht isoliert zu betrachten, sondern Teil der konsequenten Weiterentwicklung des EKW als regionaler Gesundheitsversorger. Die drei EKW-Standorte übernehmen dabei spezifische, sich ergänzende Aufgaben in der regionalen Versorgungsstruktur. Somit bilden die Standorte gemeinsam einen wichtigen Verbund für eine verlässliche und wohnortnahe Notfallversorgung im Westerwald.
Verantwortungsvoll handeln - Menschen stehen im Mittelpunkt
Pater Guido aus dem Kloster Marienstatt, der dem Haus lange und eng verbunden ist, segnete den neuen Herzkathetermessplatzes sowie alle Mitarbeitenden, die dort künftig Patientinnen und Patienten versorgen werden. In seiner Ansprache stellte er den Menschen in den Mittelpunkt und betonte die Verantwortung aller, die sich täglich für die Gesundheit ihrer Mitmenschen einsetzen. Dabei bezog er sich auf Jesus Sirach 39,8 und stellte den Gedanken der Weisheit und des verantwortungsvollen Handelns in den Mittelpunkt. Die Segnung verlieh der Veranstaltung einen würdigen und zugleich persönlichen Rahmen und unterstrich die christlichen Werte, für die das Evang. Klinikum Westerwald steht.
Nach dem offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit, den neuen Herzkathetermessplatz bei Führungen kennenzulernen. Dabei wurde deutlich, dass die Investition weit mehr ist als eine technische Neuerung: Mit der Inbetriebnahme des neuen Herzkathetermessplatzes setzt das EKW seine konsequente Entwicklung zu einem modernen Gesundheitsversorger fort. Die Investition stärkt den Standort Hachenburg nachhaltig und trägt dazu bei, die medizinische Versorgung der Menschen in der Region auch in Zukunft auf hohem Niveau sicherzustellen. Sie ist damit ein klares Bekenntnis zur langfristigen Sicherung einer leistungsfähigen Herzmedizin und einer verlässlichen regionalen Notfallversorgung im Westerwald.

