Feierliche Examensverleihung in der Abtei Marienstatt: Pflegefachkräfte starten ins Berufsleben

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Ein besonderer Tag für 21 junge Pflegefachfrauen und -männer: Im festlichen Ambiente der Zisterzienserabtei Marienstatt nahmen die Absolventinnen und Absolventen des Bildungszentrums Hachenburg des Evang. Klinikums Westerwald (EKW) ihre Examensurkunden entgegen. Gemeinsam mit Familien, Freunden, Lehrkräften, Praxisanleitenden und zahlreichen Gästen feierten sie den erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung. Die historische Klosteranlage bot den würdigen Rahmen für den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.


Den feierlichen Auftakt gestaltete Kirsten Rasmussen-Radszuweit, Oberin der Alice Schwesternschaft. Sie erinnerte an den ersten Tag der Ausbildung: Gleich zu Beginn ihrer Lehrzeit hatten die angehenden Pflegefachkräfte einen persönlichen Brief an sich selbst verfasst, mit ihren Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen an die kommenden drei Jahre. Diese Briefe wurden ihnen am Tag der Examensfeier ungeöffnet zurückgegeben. „Heute halten Sie nicht nur Ihr Examen in den Händen, sondern auch Ihre Gedanken und Wünsche vom Beginn Ihrer Ausbildung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie beim Öffnen Ihrer Briefe entdecken, wie viel Sie erreicht haben, vielleicht sogar mehr, als Sie sich damals selbst zugetraut hätten. Bewahren Sie sich Ihre Neugier, Ihre Menschlichkeit und die Freude an Ihrem Beruf, denn genau diese Werte werden Sie auf Ihrem weiteren Weg begleiten.“


„Hinter Ihnen liegen drei intensive Ausbildungsjahre, geprägt von fachlichem Lernen, praktischen Einsätzen und persönlichen Herausforderungen. Mit dem erfolgreichen Examen beginnen nun vielfältige berufliche Perspektiven in einem Beruf, der so gefragt ist wie kaum ein anderer“, begrüßte Jörg Geenen, Geschäftsführer des Evang. Klinikums Westerwald (EKW), die Absolventinnen und Absolventen.


Fachlich kompetent, verantwortungsbewusst und engagiert


Für den EKW-Pflegedirektor Tim Michels war die Feierstunde zugleich eine Reise an die Anfänge seiner eigenen beruflichen Laufbahn. Auch er absolvierte seine Ausbildung am Bildungszentrum Hachenburg. „Vor vielen Jahren habe ich selbst dort gesessen, wo Sie heute sitzen. Deshalb freue ich mich ganz besonders, Ihnen heute zu Ihrem erfolgreichen Examen gratulieren zu dürfen. Sie haben in den vergangenen drei Jahren bewiesen, dass Sie fachlich kompetent, verantwortungsbewusst und mit großem Engagement den Pflegeberuf erlernen wollten. Hierzu gratuliere ich Ihnen herzlich. Bewahren Sie sich die Freude an Ihrem Beruf und vergessen Sie nie: Für viele Menschen werden Sie künftig ein wichtiger Anker in schwierigen Lebenssituationen sein.“


Corinna Kronsteiner-Buschmann, Leiterin des Bildungszentrums Hachenburg, würdigte die Leistungen des Examensjahrgangs und blickte in deren Zukunft: „Mit dem Examen erwerben Sie nicht nur einen Berufsabschluss, sondern übernehmen Verantwortung für Menschen in oft entscheidenden Momenten ihres Lebens. Darauf können Sie mit Recht stolz sein. Pflege ist ein hochqualifizierter Heilberuf, der Fachwissen, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein verbindet. Gleichzeitig endet das Lernen mit dem Examen nicht und auch die Verantwortung geht über die direkte Versorgung hinaus. Die Zukunft der Pflege wird dort gestaltet, wo Pflegefachpersonen ihre Erfahrungen und ihre Kompetenz einbringen. Deshalb wünsche ich mir, dass Sie Ihren Beruf mit Stolz ausüben, sich kontinuierlich weiterentwickeln und sich aktiv für die Zukunft ihrer Profession engagieren. Eine starke Pflege braucht engagierte Pflegefachpersonen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihrer Stimme Gehör verschaffen – für den schönsten Beruf der Welt. Willkommen in einer der verantwortungsvollsten und wichtigsten Professionen unserer Gesellschaft.“


Für einen der bewegendsten Momente der Feier sorgten schließlich die Absolventinnen und Absolventen selbst. Anstelle eines klassischen Dankes hatten sie ihren Lehrerinnen und Lehrern eigene „Zeugnisse“ ausgestellt. Darin bewerteten sie mit viel Wertschätzung und Humor nicht nur deren fachliche Kompetenz, sondern vor allem deren charakteristische Stärken und besonderen Eigenschaften. Die persönlichen Laudationes wurden während der Feier vorgelesen und anschließend überreicht. Die herzlichen Bewertungen und die liebevoll formulierten Begründungen sorgten für eine spürbar emotionale Atmosphäre. Die außergewöhnliche Idee machte deutlich, wie eng der Zusammenhalt zwischen dem Examensjahrgang und seinen Ausbilderinnen und Ausbildern in den vergangenen drei Jahren gewachsen war. „Wir haben verstanden, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein,“ resümierten die Klassensprecher des Jahrgangs. 


Einen weiteren feierlichen Höhepunkt bildete anschließend die Deklaration der rheinland-pfälzischen Pflegefachpersonen. Mit dem gemeinsamen Sprechen ihres Berufsbekenntnisses bekannten sich die Absolventinnen und Absolventen zu den ethischen Grundsätzen des Berufs sowie zu einer professionellen, verantwortungsvollen und menschenwürdigen Pflege. Der feierliche Moment unterstrich den Beginn ihres beruflichen Weges als Pflegefachpersonen und die Verantwortung, die sie künftig für ihre Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Weiterentwicklung ihrer Profession übernehmen. Besonders erfreulich ist, dass etwa die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen ihre berufliche Zukunft im Evang. Klinikum Westerwald fortsetzen und dort künftig die pflegerische Versorgung der Patientinnen und Patienten verstärken werden.