Modernisierung der Notaufnahme am EKW-Standort Hachenburg
Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Evang. Klinikums Westerwald (EKW) am Standort Hachenburg behandelt im Jahr rund 19.000 Notfallpatienten. Diese zentrale Einheit wurde jüngst modernisiert und bietet nun sowohl Patienten als auch Mitarbeitenden spürbare Verbesserungen im Versorgungs- und Arbeitsalltag. Nach nur zweiwöchiger Renovierungszeit wurde die ZNA wieder in Betrieb genommen und überzeugt, neu möbliert, durch eine offen gestaltete Atmosphäre sowie patientenorientierte Abläufe.
Tragende Säule der regionalen Versorgung
Die Modernisierung der Notaufnahme ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets: Zahlreiche notwendige Renovierungs-, Ausbau- und Umbauarbeiten am Standort Hachenburg sind geplant und mit dem zuständigen Ministerium in Abstimmung. „Wir sind bestrebt, notwendige und wichtige Projekte im Sinne des Patientenwohls konsequent und zügig umzusetzen“, sagt Guido Wernert, Geschäftsführer des EKW. Die Klinik stellt mit ihren drei Standorten in Dierdorf, Selters und Hachenburg eine tragende Säule der medizinischen Versorgung im Westerwald dar. „Die Notaufnahmen unserer Häuser sind für die Sicherheit der Bevölkerung unverzichtbar. Sie stehen sowohl Rettungsdiensten als auch Patienten mit ambulanten Notfällen jederzeit 24/7 zur Verfügung,“ so Wernert.
Steigende Patientenzahlen bestätigen Bedarf
Die kontinuierlich steigenden Fallzahlen in den EKW-Notaufnahmen unterstreichen den wachsenden Versorgungsbedarf. Am Standort Hachenburg wurden in 2024 noch 16.814 Notfallpatienten behandelt, so waren es in 2025 schon 19.032 Notfallpatienten. „Unsere Notaufnahme ist eine zentrale Anlaufstelle für Rettungsdienste und die Bevölkerung aus dem gesamten oberen Westerwald. Ein Grund für diese Entwicklung ist auch der Rückgang von hausärztlichen und fachärztlichen Praxen in ländlichen Regionen. Gleichzeitig steigt durch den demografischen Wandel die Zahl älterer und damit häufig auch medizinisch komplexer Patientinnen und Patienten deutlich an“, erklärt Dr. Levente Pisztrai, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am EKW-Standort Hachenburg.
Beachtliche Leistung aller Beteiligten
Der Ärztliche Direktor am Standort Hachenburg, Dr. Hazem Zakri, hebt den Ablauf der Arbeiten positiv hervor: „Die Renovierung unserer Notaufnahme konnte im laufenden Betrieb ohne Einschränkungen für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten umgesetzt werden. Das ist eine beachtliche Leistung aller Beteiligten.“ Aus notfall-medizinischer Sicht unterstreicht Dr. Levente Pisztrai die Bedeutung der Modernisierung: „Die neue Struktur der Zentralen Notaufnahme ermöglicht eine noch gezieltere und schnellere Patientenversorgung. Optimierte Wege und eine verbesserte räumliche Ausstattung unterstützen unsere Teams dabei, medizinisch auf höchstem Niveau zu arbeiten. Gerade in einem Bereich, in dem akute Notfälle versorgt werden, ist das von besonderer Bedeutung.“
Zukunftsfähigen und vernetzten Notfallversorgung
Für den kaufmännischen Direktor des Standorts Hachenburg, Jürgen Ecker, ist die Fertigstellung ein wichtiger Meilenstein: „Die Renovierung der Notaufnahme war ein Vorhaben, das wir bereits seit geraumer Zeit intensiv verfolgt haben. Umso mehr freuen wir uns, dieses wichtige Projekt nun erfolgreich abgeschlossen zu haben.“
Auch klinik-übergreifend wird die Maßnahme positiv bewertet. Dr. Sven Antweiler, Leiter der Notaufnahme im Partnerkrankenhaus St. Vincenz in Limburg, erklärt: „Die Modernisierung der Notaufnahme in Hachenburg ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und vernetzten Notfallversorgung in der Region. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten bundeslandübergreifend.“
Mit der neugestalteten Zentralen Notaufnahme stärkt das Evang. Klinikum Westerwald seinen Anspruch auf eine moderne, hochwertige und patientenorientierte Versorgung. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Anstiegs der über 65-Jährigen im Westerwaldkreis um rund 21 % bis 2040 setzt de Klinik auf eine vorausschauend abgestimmte Versorgungsstruktur und sichert so auch künftig eine wohnortnahe, leistungsstarke und im Ernstfall lebensentscheidende medizinische Betreuung.