Zentrale Säule der Gesundheitsversorgung im Westerwald

BUZ: v. r.  Guido Wernert (Sprecher der Geschäftsführung), Jan Petry,  Pierre Fischer und Jörg Geenen (Geschäftsführer) (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: BUZ: v. r. Guido Wernert (Sprecher der Geschäftsführung), Jan Petry, Pierre Fischer und Jörg Geenen (Geschäftsführer)

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, Pierre Fischer, sowie Jan Petry, CDU-Direktkandidat für Neuwied, Puderbach und Dierdorf bei der Landtagswahl 2026, besuchten das Evang.  Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS). Im Austausch mit den Geschäftsführern Guido Wernert und Jörg Geenen ging es sowohl um die allgemeine Lage der Krankenhäuser in Deutschland als auch um die besondere Bedeutung des KHDS für die medizinische Versorgung im Westerwald. Dabei würdigte Jan Petry ausdrücklich die hohe Versorgungsqualität im KHDS: „Das Evang. Krankenhaus Dierdorf/Selters sichert mit seiner stationären und ambulanten Versorgung eine hervorragende medizinische Betreuung für die Menschen in der Region.“

 

Auskömmliche Finanzierungsstrukturen und praxisnahe Lösungen

Die Krankenhausvertreter machten auf die angespannte wirtschaftliche Situation vieler Kliniken aufmerksam. „Hauptgrund für den zunehmenden Druck vieler Kliniken deutschlandweit ist die weiterhin unzureichende Finanzierung durch Bund und Land. Unsere Mitarbeitenden leisten tagtäglich hervorragende Arbeit für die Menschen in der Region. Um diese Versorgung langfristig zu sichern, brauchen die Krankenhäuser auskömmliche Finanzierungsstrukturen und praxisnahe Lösungen“, so Guido Wernert. Ein weiteres zentrales Thema war der Fachkräftemangel, insbesondere im ärztlichen Bereich. „Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist häufig mit großem bürokratischem Aufwand und langen Verfahrensdauern verbunden, was den Einsatz dringend benötigter Fachkräfte erschwert bis unmöglich macht,“ erläuterte Jörg Geenen.

Thematisiert wurde zudem die Überlegung, die Krankenhausförderung statt Einzelförderungen für investive Einzelprojekte über eine Erhöhung der Pauschalförderung pro Fall als „Ansparrate“ zu gestalten. Dies beschleunigt wichtige Umsetzungen notwendiger Investitionen und stärkt die Liquidität der Krankenhäuser spürbar. Ein Modell welches in wenigen Bundesländern, wie Hessen oder NRW schon praktiziert wird.

Pierre Fischer und Jan Petry zeigten großes Verständnis für notwendige Änderungen und sagten zu, die im Austausch mit den Klinik-Verantwortlichen gewonnen Positionen und Perspektiven in ihre politischen Gremien einzubringen und sich dort aktiv für eine Weiterentwicklung der Förderstrukturen einzusetzen. Der Besuch verdeutlichte damit die Bedeutung eines konstruktiven und kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und Krankenhausverantwortlichen für eine zukunftsfähige regionale Gesundheitsversorgung.